(Deutsch) 10 Erkenntnisse aus den Mammutmarsch-Trainings, 100 km in 24 Stunden

March 6, 2016

Sorry, this entry is only available in German.

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7 Comments

  • Reply Robert B. Sunday March 6th, 2016 at 08:51 PM

    Meine Erkenntnisse nach meinen ersten 40km Trainingsmarsch

    1. Schuhe
    Meine gut eingelaufenen Lauf/Sportschuhe waren wohl eine gute Wahl.

    2. Socken
    Das örtliche Sportfachgeschäft hat Räumungsverkauf und da hatte ich mir – offensichtlich – wirklich gute “Trekking-Socken” gekauft.
    In Kombination mit den Schuhen nach 40km nicht eine Blase!

    3. Wandern ist nicht gleich Laufen
    Ich kann keine 500m am Stück laufen „squint“-Emoticon

    4. Nicht zu warm anziehen.
    Hier war ich auch lange Unentschlossen was und wie viel man anzieht. Ich hatte ein T-Shirt, eine dünne Strickweste und eine Softshell Jacke an. An einen 10° Tag ideal. Gelegentlich die Jacke geöffnet wenn es mir zu warm wurde.

    5. Nicht zu viel trinken
    6. Nicht vergessen, zu essen

    Nach meinen 40km war ich total am Ende. Mir war richtig Übel.
    Ich denke u.a. darum weil ich zuwenig gegessen und getrunken habe

    7. Akkus aufladen
    Für meine Smartphone hatte ich ein dickes AkkuPack dabei „grin“-Emoticon

    8. Kommunikation sicherstellen
    9. Zusammen wandern ist toll!

    Ich war alleine Unterwegs. In meinen direkten Freundeskreis ist leider keiner so “verrückt” für eine solche Aktion. Was auch ein gewisses Risiko ist/war. Meine von komoot geplante Route war total abgelegen. Nur über abgelegene Wald- und Feldwege. Mal abgesehen von den 2km durch den start-Ort habe ich auf den 40km keine 10 Menschen getroffen.
    Wäre ich mit Herz/Atem Problemen oder sonstwas zusammen gebrochen, wäre ich vermutlich erst Stunden später gefunden worden, wenn überhaupt.

    10. Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht

    “Nach 40 gewanderten Kilometern frage ich mich ernsthaft, wie ich noch 60 weitere dranhängen soll.”
    Genau diese Frage stellte ich mir auch „unsure“-Emoticon
    Jedoch bin ich schon glücklich wenn ich die 50 schaffe, vielleicht sogar ~75
    Die 100km erhoffe ich mir mal gar nicht…

  • Reply Wolfgang P. Monday March 7th, 2016 at 12:26 PM

    Mein erstes Training hatte eine Länge von 35km die ich mit Wanderschuhen bewältigt habe. Für mich war es meine längste Strecke die ich am Stück gelaufen bin 🙂 —am Schluss gab es eine Blase an jedem Fuß, als ich aus dem Auto aussteigen wollte bin ich schlagartig um 40 Jahre gealtert 😀 so stell ich es mir vor wenn ich mit 90 aus dem Auto aussteige 😀 — und ein DANK an Melissa die mich bis vor die Tür gebracht hat *lach*—
    Der Zweite Lauf war dann 27km lang, die ich mit meinen Laufschuhen gelaufen bin —danach gab es keine Blasen, die Beine waren ok und die Füße haben auch nicht gebrannt wie beim ersten mal—.
    Für den nächsten Lauf mit 44km Teste ich die Wrightsock (eine dünne Doppel Socke) und einen Trinkschlauch, ich trinke und esse zu wenig, bleibe aber bei meinen Laufschuhen.
    Aber ich muss sagen nachdem ich jetzt zwei Wochen keine weiten Strecken gelaufen bin macht sich ein leichter Lauf-Entzug bemerkbar *grins* ich freu mich schon auf die 44km am 27.3.. warum schütteln alle Freunde, Verwandte und Kollegen den Kopf wenn ich ihnen davon erzähle? 😀

  • Reply Diana Stiller Sunday March 13th, 2016 at 06:45 AM

    Meine Erkenntnisse nach den ersten Trainingswanderungen
    1. Schuhe
    Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Wanderschuhe wie schwere Betonblöcke an meinen Füßen waren, gerade beim über 40km Marsch und ne Blase–weil 2Paar Socken) — probiere nach und nach andere aus, werde wahrscheinlich Schuhe verwenden die bis höchsten knapp zum Knöchel gehen und trotzdem weich beim Abrollen sind. ..mit meinen Joggingschuhen geht es wesentlich besser, doch auf Asphalt (30km) brannten die Füße– fand die Dämpfung nicht so gut nach 4 Stunden.
    2. Socken
    Habe bisher gute Erfahrung mit meinen dünnen Kompressionskniestrümpfen Von CEP ( leider schon etwas in die Jahre gekommen) gemacht. Keine Blasen oder unangenehme Reibungen ! Da nehme ich mir auf alle Fälle 2 Paar zum wechseln mit. Bei zwei paar Socken übereinander weiß ich noch nicht– beim ersten mal probieren-glatt ne Blase –hab es wieder gelassen.
    3. Wandern ist nicht gleich Laufen
    !!!!!!–so ist es
    4. Nicht zu warm anziehen.
    Hab hier aus meinen Lauf-und Raderfahrungen zu verschiedenen Jahreszeiten atmungsaktive Schichten an– bisher alles gut. Hab immer ein dünnes Shirt und Regencape(1.50euro) als Ersatz mit
    5. Nicht zu viel trinken
    :-)– mein Trinkschlauch hilft zwischendurch und ich bin leider jemand der nicht soviel trinkt–muss da noch eine Balance finden. bisjetzt war es ok.. (Jahreszeit)
    6. Nicht vergessen, zu essen
    Da kann ich ein Lied mitsingen. Glücklicherweise sind wir in einer Gruppe und die kleinen Pausen füllen den Speicher wieder auf. Ich mache für uns immer kleine Energiebällchen (verschiedene Nussmischungen, Datteln, Chaisamen, bisschen Honig und bisschen Saft) die sind lecker und geben mir den richtigen Schwung. Nüsse und Studentenfutter) in einer kleinen Tüte für zwischendurch bisher auch super.
    7. Akkus aufladen
    Smartphone — hab aufgeladene Akkus dabei — man darf nur das Kabel nicht zuhause liegen lassen wie es mir passiert ist.
    8. Kommunikation sicherstellen
    GENAU!!!
    9. Zusammen wandern ist toll!
    Neben der Gruppe von dir Carola haben wir noch eine großartige kleine Mädelsgruppe, die sich ebenfalls langsam an die 100 km tasten, wir wandern mal bei dir mit und mal in der kleinen Gruppe. Es ist schön sich mit anderen auszutauschen und trotzdem die Möglichkeit zu haben, mal Musik zu hören oder ein spannendes Hörbuch.
    10. Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht
    Ja darüber reden und denken wir auch nach– wollen es aber nicht im Kopf manifestieren. Der Weg ist das Ziel und wenn wir erstmal die Strecke halbiert haben –ist ja Licht am Horizont!!! (Hoffentlich 🙂 ) Unsere geplante Nachtwanderung wird nochmal zeigen wie es letztlich wird und worauf wir uns einstellen müssen. Ein leichter Rucksack ist schon da, Trinkblase und Stirnlampe auch. Wollen uns noch jeder eine Zitrone mitnehmen um den Geschmack des Wassers etwas aufzupeppen und eine 1.Hilfdecke (wenn es nachts kalt wird und wird kurz Rast machen– hoffen wir das sie wärmt) Ich versuche jeden Monat insgesamt 100km zu wandern.. im Februar hat es geklappt , im März sind noch 70km offen— ach ja…. gut das wir im Mai eine große Gemeinschaft sind. Ich glaube das beflügelt auch etwas. Danke für die vielen Tips auf deinem Blog liebe Carola und den Tips der anderen.

  • Carola
    Reply Carola Sunday March 20th, 2016 at 01:01 PM

    Toll, ihr Lieben, so bekommen wir eine richtig schöne Sammlung an Tipps zusammen 🙂

  • Reply Thomas Wepunkt Sunday March 20th, 2016 at 05:34 PM

    Vielleicht kann mein kleiner Erfahrungstext dem einen oder anderen eine Vorstellung vermitteln, was man beim Mammutmarsch zu erwarten hat.
    Ich hatte 2015 den Mammutmarsch mitgemacht und um es kurz zu machen, hab ich ohne nennenwertes Training die 100 km geschafft.
    Zu meiner körperlichen Verfassung: ich gehe regelmäßig Laufen und Bouldern.
    Aber Ihr habt schon Recht, wenn es immer wieder heisst, ab 40km wird es hässlich.
    Die Gelenke beginnen zu schmerzen und ab 60 km versucht man nicht mehr unnötig stehen zu bleiben, da nach 30 Sekunden Stillstand, man erst schwer und auch schmerzlich wieder in die Gänge kommt. Die größte Hürde ist die Psyche, wie weit geh ich mit mir selber? Wer viel wiegt, dessen Gelenke haben mehr zu arbeiten – ich traf zum Schluss viele Leute, die sich mit Schmerzmitteln zugedröhnt haben – der eine oder andere war sogar auf Speed – aber muss ja jeder selber wissen – Marihuana wird aber die bessere Wanderdroge bleiben – hab ich gehört. 😀

    Motivation: wird immer wichtiger, und das sind alle “Mitwanderer” – ob bekannt oder unbekannt. Alleine diese 100km-aktion schweisst ab 60 oder 70 km alle Beteiligten zusammen, ob Wanderer oder die Helfer auf den Streckenposten.
    Viele haben eh ihre Gruppe verloren, weil immer mal jemand abbricht – was keine Schande ist wohlgemerkt.
    Aber ich bin halt alleine gestartet und habe viele Leute kennengelernt, zu einigen habe ich heute immernoch Kontakt

    Die Schuhe: müssen leicht und bequem sein und genug Platz für eine doppelte Sockenlage bieten.
    Mein Wanderschuh ist ein leichter Wanderschuh mit GoreTex von Salomon – unglaublich hässlich anzusehen aber unglaublich bequem – mit Söckling und grosser Wanderschuhsocke darüber, hatte ich nicht eine einzige Blase gehabt – meine Zehen waren etwas blutig und die Füsse “sehr sehr sehr” aufgeweicht aber ich zog die Schuhe nicht einmal aus – was ich dieses Jahr versuchen werde zu ändern.

    Nachtwanderung: ich bin Berufsbartender und deshalb ist die Nacht mein Element – klarer Vorteil – mein Biorhythmus geht ab 21 Uhr nach oben 😉

    Ernährung: ich habe viel zu viel Essen mit mir rumgeschleppt, was ich ab der Hälfte weggeworfen habe, ich trug fast 2 Kilo Essen mit mir rum – Wasser nicht mitgerechnet – bei den Streckenposten deckt man sich mit Schokoriegeln und Bananan ein. Die Vorbereitung sollte eher eine Energievorsorge sein: Eine Woche davor viel, regelmässig und gut Essen, um mit 150 % aufgefüllter Energiereserven zu starten. Ausgeschlafen zu sein, ist ein enormer Vorteil. Während des 100km – Marsches gibt man sich nur noch schnelle Energie in Form von Würstchen, Käse, Schokolade (am besten mit Nüssen). Wer sich mit Dosenravioli, Kocher und Dönerteller abschleppen will, der soll es tun aber machen wir uns nichts vor, Energie muss schnell verfügbar sein. Ich empfand selbst ein Pausenbrot zu schwer für meinen Magen.

    Trinken:1,5 – 2 L Wasser, zu Beginn vielleicht ein Bier und dann sollte auch Schluss sein mit dem Alkohol 🙂 – Eine Thermoskanne mit Kaffee wird ab 2 Uhr morgens hoch gehandelt – absoluter Luxus, der Neider anzieht, wie das Licht die Motten

    Klamotten: eine Hose, die nicht an den Beinen scheuert – ich hatte meine elastische und leichte Boulderhose an – eine Softshelljacke und ein Shirt darunter – im Mai wird es nicht mehr so kalt sein – ein Regenponcho ist sehr wichtig, wenn es regnet, was 2015 nicht der Fall war. Also atmungsaktiv, leicht, warm, wind- und wasserabweisend.
    Eine Mütze hält nicht nur warm, sie polstert auch die Stirn beim Gebrauch der Stirnlampe.

    Ansonsten ist das entscheidende, der Spass. Ohne Spass an der Sache, sollte man es nicht tun – eine Hausnummer ist diese Herausforderung schon. Wir meinten im Ziel, dass wir das nie wieder machen werden – mit Nachdruck…. Aber wie es nun mal ist, wenn man sich die Wunden geleckt hat.
    Man lernt sich definitiv nur dann mehr kennen, wenn man bereit ist seine Grenzen neu zu stecken – man wundert sich, wie weit man doch noch laufen kann, selbst wenn der Körper schon gekündigt hat.

    Lieben Gruß an alle und ich wünsch euch viel Spass!

    PS: Eine High-Tech-Equipementschlacht ist überflüssig – es ist kein alpines Gelände und in diesem Sinne:
    “Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, ist die Badehose schuld” 🙂

  • Reply Olga Tuesday August 1st, 2017 at 08:31 PM

    Also ich bin Hobby-Läufer und hatte letztes Jahr meinen ersten 100 km Lauf in Belgien. Da ich regelmäßig joggen gehe, habe ich mein Pensum für den 100 km Lauf nicht extra erhöht. Ich habe ein Training aus Laufen und Rad fahren favorisiert. Ich habe es zwar geschafft jedoch war es eine schmerzhafte Angelegenheit.

    Ich hatte mir damals für meine Vorbereitung 100 mehr Erfahrungsberichte gewünscht. Daher habe meine Erfahrung in meinem Blog veröffetlicht.

    Übrigens war die Versorgung beim 100km Dodentocht echt der Hammer! kann man nur empfehlen!

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