Fjällräven Polar bei den Eisbären Berlin

November 25, 2017

Zitternd und schlotternd sitze ich in der hell erleuchteten Mercedes-Benz-Arena. Um mich herum, 11.285 Fans und Zuschauer. Unten auf dem Eis kämpfen die Eisbären Berlin um ein Tor mit der Düsseldorfer EG. Die Halle tobt, ist gut gelaunt. Nur ich bin von allen anderen hochgradig nervös und schaue ständig auf die Restzeit des ersten Drittels, welches auf der großen LED-Leinwand angezeigt wird. Bald werde ich da zu sehen sein.

Zugegeben, ich war schon seit langem nicht mehr beim Eishockey. Seit sehr langem. Schon nach den ersten Minuten in der Mercedes-Benz-Arena frage ich mich: wieso eigentlich? Die Stimmung, die Leute, die Spieler, die Show, alles ist total mitreißend und macht so viel mehr Laune als jedes Fußballspiel. Umso schöner, dass meine Bewerbung beim Fjällräven Polar mir den Sport auf dem Eis wieder näher zu bringt. Die Eisbären schießen ein Tor und die Halle tobt! Bis auf ein paar Düsseldorfern in meiner Reihe und in den oberen Rängen besteht das Publikum heute nur aus gut gelaunten und feiernden Eisbären-Fans, die ihre Spieler mit Gesängen loben.

3 Minuten und ein paar Sekunden vor Ende des ersten Drittels. Eine junge Frau im schwarzen Anzug winkt mir von der Seite zu. Ja, ich bin gemeint. Ich habe da heute noch ein Date in der ersten Drittelpause. Das Herz schlägt mir bis zum Hals. Diana wünscht mir Glück. Vorher hat sie schon versucht, meine Nervosität mit Gummitieren und Naturradler zu betäuben. Leider recht erfolglos.

Caro on air

„Sie wissen, wie das jetzt abläuft?“ fragt mich die Dame in schwarz. „Nur näherungsweise“, meine ich. „Ich bin zum Interview eingeladen. Mehr weiß ich leider nicht.“ Es geht mit dem Fahrstuhl nach oben. Wo genau, das weiß ich nicht, ich habe ein wenig die Orientierung verloren, weil wir spät dran sind. In einer großen Kabine mit Tisch und Glasfront zur Eisfläche begrüßt mich der Moderator mit ausgeprägtem niederländischen Akzent. Ich verstehe ihn kaum, was aber auch an der Geräuschkulisse und dem Mikrophon liegt. Ganz kurz geht er mit mir das Prozedere durch. Ich verstehe nur die Hälfte. Oh Gott, gleich gehen wir live. Was, wenn ich dann nicht verstehe, was er mich fragt? Ob ich überhaupt mitkriege, wann es losgeht? Sind wir etwa schon auf Sendung? Die Kamera wird auf mich gerichtet. Los geht’s!

Keine drei Minuten später habe ich dem Moderator und der gesamten Fangemeinschaft erklärt, was der Fjällräven Polar überhaupt ist, warum ich um Gottes willen da mitmachen will und warum ich hier eigentlich gerade darüber rede. Ich habe keine Ahnung, wieviele Leute noch in der Halle geblieben sind oder wie ich wohl auf dem Bildschirm ausgehen habe. Egal. Nach der ersten Frage sprudelten die Worte aus mir. Und ein neues habe ich auch gleich nebenbei erfunden: Zeltkuhle! Aha. Ja, eigentlich wollte ich Schneekuhle sagen. Im Nachhinein betrachtet klingt das genauso seltsam.

Wieder an meinem Platz angekommen grinst mich meine gesamte Reihe an. Diana beglückwünscht mich zu meinem Überleben. Leider sei der Moderator nur schwer oder gar nicht zu verstehen gewesen. Und ich hätte ganz schön laut gesprochen. Die URL war zu kurz eingeblendet, damit die Leute hätten reagieren können. Meine Hoffnung, hier und heute ganz viele Unterstützer für meinen Traum zu finden, ist erst einmal geplatzt.

Das Video findet ihr übrigens hier:

Das Spiel geht weiter

Davon lasse ich mir aber den Abend nicht verderben. Der Moderator und die Dame sagten, mein Aufruf würde auch auf der Facebook-Seite der Eisbären geteilt werden. Jetzt genieße ich erst einmal noch die letzten zwei Drittel des Spiels. Und auch das wird noch einmal spannend. Obwohl unsere Eisbären mit 3:1 gut vorne liegen, holen die Düsseldorfer auf und schaffen im 3. Drittel den Ausgleich, welches auch mit Gleichstand endet. Es geht nach einer Kurzpause in den Overtime-Modus, wo das Spielfeld auf drei Spieler geschrumpft wird, die fünf Minuten Zeit haben, ein Tor zu erzielen. Die Eisbären rasen auf ihren Kufen über das Eis, die Halle feuert seine Spieler an. Nach fünf Minuten steht es immer noch 3:3.

Wir kriegen für unser Geld also heute das Maximum geboten. Leider aber keinen Sieg im Heimspiel. Im Shootout gelingt den Düsseldorfern ein Tor, welches ihnen zum 3:4 verhilft. Die Fans sind betrübt. Nur neben mir hüpfen wie wild vier Düsseldorfer auf und ab.

Kopf hoch, Eisbären! Beim nächsten Mal klappt es wieder. Und wir sehen uns ganz bald bei einem der nächsten Heimspiele. Das nächste ist übrigens schon morgen um 17 Uhr.

Ein ganz großer Dank geht hiermit übrigens nochmal an das Team für diese einzigartige Möglichkeit, in so einem genialen Rahmen über meinen Traum sprechen zu dürfen. Das ist nicht selbstverständlich. Jetzt fehlt nur noch eins, um die Sache perfekt zu machen: der erste Platz beim Fjällräven Polar!

Voten könnt ihr noch bis zum 14.12.2017 genau hier:

http://polar.fjallraven.com/contestant/?id=48

Ich brauche nur noch rund 3.000 Stimmen…

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