TrainonTrail in the City – Erlebe Berlins trailige Seite

November 2, 2016

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Nike machts, Adidas machts, Runners Point machts auch. Und darüber hinaus viele, viele kleinere und größere Communities. Die Rede ist von geführten Lauftrainings. Oftmals starten die Lauftrainings an den Filialen oder spezieller Basen der Marken, die sich recht zentral befinden. Seit Anfang September ist ein weiteres Lauftraining hinzugekommen: Train on Trail, der City-Trail. Was macht den nun anders als alle anderen Trainings? Braucht es das noch zusätzlich?

Ich sage an der Stelle schon mal: ja! Geführte Lauftrainings sind eigentlich nicht mein Ding, daraus mache ich gar keinen Hehl. Zweimal habe ich es bei Nike probiert, aber mir sind die Gruppen einfach zu groß, das Tempo teilweise bestimmt vom schnellsten Läufer und nicht vom Trainer. Die Adidas-Laufcommunity habe ich gleich links liegen gelassen, weil sie mir als Marathontrainierender, die mit einer Pace von 6:00 bis 7:00 Min/km unterwegs ist, einfach zu schnell sind. Hier wird eher 5er-Schnitt gelaufen.

Was macht TrainonTrail nun anders? Das Wörtchen „Trail“ lässt mich immer schon reflexartig die Ohren aufstellen, egal, ob beim Wandern oder Laufen. Wenn ich kann, ziehe ich waldige oder naturbelassene Strecken immer dem Asphalt vor, weswegen ich mich meist im Berliner Umland bewege. Die ersten Termin bei  TrainonTrail, die immer am Potsdamer Platz starten,  haben mir aber schon gezeigt, wieviel kleine Pfade es abseits der großen Straßen und Gehwege selbst mitten in der City gibt.  Führt ein Sandweg an den Schienen der S-Bahn vorbei, wird der genommen statt dem parallel verlaufenden Fahrradweg.  Gibt es Stufen, Hügel, Parkhäuser und sonstige Hindernisse, wird oben rüber gelaufen, statt drum herum. Das erhöht nicht nur die Koordination und Konzentration, sondern macht zudem noch Spaß.

Natürlich ist der Asphaltanteil immer noch vorhanden, denn es ist ein City-Trail und nicht vergleichbar mit Ausflügen in den Grunewald. Der Reiz ist aber, genau hier, in der Stadt ein kleines Abenteuer zu erlaufen. Der erste Termin hat mich zu einem Ort geführt, an dem ich als gebürtige Berlinerin noch nie war: dem Gipfel des Kreuzbergs im Viktoriapark, vorbei am einzigen Wasserfall Berlins. Die Aussicht über die Stadt von dort oben ist atemberaubend, sofern man ihn nach dem anstrengenden, aber zu bewältigenden Aufstieg wiedergefunden hat.

Während man sich im Winter um dieselbe Zeit im Grunewald gruselt und sich die Trails mit Wildschweinen teilt, kann man beim City-Trail die Lichter des Spreeufers genießen und in der Gruppe den Tiergarten unsicher machen, der abends trotz Stadtlage stockdunkel ist. Stirnlampe absolut empfohlen.

Auch wenn es mir am Anfang jede Mal widerstrebt,  zu meiner Laufrunde erst einmal in die City fahren zu müssen, obschon ich gleich vor meiner Haustür starten könnte, habe ich immer wieder etwas neues zu entdecken und das wichtigste: Spaß bei der Sache!

Angeboten wird das kostenlose Training von SimpleandFun in Kooperation mit Globetrotter und ein klein wenig von mir. Treffpunkt ist jeden zweiten Donnerstag um 18:45 Uhr (Start: 19:00 Uhr) vor dem Eingang des DB-Towers am Potsdamer Platz. Die genauen Termine findet ihr auf der Globetrotter-Seite und im Veranstaltungsheft auf Seite 20. Donnerstags wird in der Regel etwa 1 Stunde gelaufen, in der ca. 8-10 km geschafft werden.

Zur Zielgruppe sei gesagt: der erfahrene Trailrunner, der schon 10x die Alpen hoch und runter gerannt ist, wird sich hier womöglich langweilen. Vielmehr kommen Trail-Einsteiger und Hobbyläufer auf ihre Kosten, sich bei moderatem Tempo den etwas anderen Anforderungen zu stellen, sich auszuprobieren und die Stadt neu kennen zu lernen. Ihr solltet aber schon in der Lage sein, 40 Minuten am Stück laufen zu können, denn nur so können wir das Potential der City-Trails voll ausschöpfen.

Schaut einfach mal vorbei. Der nächste Termin ist am 10.11.2016, 19 Uhr vor dem DB-Tower am Potsdamer Platz.

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3 Comments

  • Reply Dominik Mittwoch, der 2. November 2016 at 19:11

    Ich werde vielleicht trotzdem kein Fan davon – aber den Wasserfall im Victoriapark muss ich mir unbedingt mal anschauen. Danke für den Hinweis!

  • Reply Maxi Mittwoch, der 2. November 2016 at 23:28

    Eine tolle Beschreibung wie man das Laufen in der Stadt gestalten kann.
    Vielen Dank für diese eindrucksvolle Story.
    Ja, das Laufen kann man aus der Eintönigkeit bringen und wirklich Spaß dabei haben.
    Nur so kann man Jogger inspirieren neue Wege zu gehen.
    Weiter so…

  • Reply Mietze Samstag, der 5. November 2016 at 16:51

    was heißt denn ein klein wenig von dir?:D

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