Produkttest: Laufschuhneuheit Sensation 2 von 361°

März 22, 2017

Als mich der Hersteller 361° im Dezember anschrieb, ob ich nicht sein neuestes Laufschuh-Modell, den Sensation 2 testen wolle, sagte mir die Marke erstmal gar nichts. 361°? Nie gehört. Eigentlich erstaunlich, denn die Marke ist mit der größte Sportartikelhersteller in China, stattet sogar die Olympiamannschaft aus. Auf dem europäischen Markt kennt man sie aber kaum. Gern drängt sich sofort der Gedanke auf: chinesische Billigmarke. Kann ja nicht gut sein. Wenn man aber mal in die Laufschuhe der in Europa stark vertretenen Marken schaut, stellt man fest: die werden alle in Asien gefertigt. Daher war ich auf den Schuh erstmal völlig vorurteilsfrei neugierig.

Design

Anfang Februar flatterte dann ein liebevoll verpacktes Paket bei mir ins Haus. Innen drin die gerade erst erschienenen Sensation 2 in neongelb mit violetten und dunkelblauen Details. Quietschig, aber nicht übertrieben bunt, dafür auffällig. Mal was anderes in meinem Laufschuhpark. Die Farbe nennt sich Spark/Crush. Der Schuh ist schmal geschnitten und wirkt überhaupt nicht klobig. Überall finden sich dezente, aber effektive Reflektoren. Gefällt!

Gewicht und Größe

Als angehende Leichtgewichtswandererin landete der Schuh gleich mal auf meiner Küchenwaage. Bei Größte 39 (US 7.5) bringt er 262 g auf die Waage. Ein Gewicht, mit dem ich bei einem Stabilschuh durchaus leben kann. Insgesamt fällt der Schuh klein aus. Bei einer Straßenschuhgröße von 37 benötige ich den Sensation 2 in 39.

Einsatzgebiet

Der Sensation 2 kommt als Allrounder daher, soll sich aber vor allem durch die gute Dämpfung und hohen Tragekomfort für lange Läufe eignen. 361° führt den Schuh im Bereich „Stabilität“, der aber nur dezent Pronationen stützt und sich trotzdem auch für Neutralschuhläufer anbietet. Atmungsaktivität wird durch Mesh-Material sichergestellt, was den Fuß gut belüftet, Wasser aber im Falle von Regen oder Pfützen natürlich ungehindert durchlässt.

Tragekomfort

361° arbeitet beim Sensation 2 mit der sogenannten QU!CKFOAM-Technologie. Drei Lagen in der Sohle sorgen für die notwendige Dämpfung des Laufs, Rutschfestigkeit und Anpassung des Schuhs an den Fuß.

Praxistest

Schon beim ersten Hineinschlüpfen in den Schuh fühlten sich meine Füße sauwohl. Das kann ich nicht von jedem Testschuh behaupten. Ein bisschen Hin- und Herwackeln gab mir Hoffnung, dass der Schuh gut mit meiner Überpronation klar kommen würde, die ich auf der Langstrecke sonst nur Asics‘ Kayanos anvertraue.

Ihren ersten Einsatz hatten die Schuhe dann gleich beim Intervalltraining im Stadion. Traben, Speed, Traben, Speed.  Nach 12,5 km dachte ich: toller Schuh! Kein Drücken, kein Reiben, keine überhitzten Füße und ein bisschen wie Laufen wie auf Wölkchen. So muss ein Schuh sein. Die weiteren Laufkilometer im langsamen, aber langen Marathontraining bestätigten den ersten Eindruck. Auch nach sehr langen Laufeinheiten bleibt das Wohlfühl-Gefühl bestehen, so dass ich nun sehr oft direkt zum Sensation 2 greife und die Kayanos stehen lasse.

Preis

Für 129,99 € ist der Schuh im Onlineshop von 361° zu haben. Für den Komfort und die Qualität, die man mit dem Sensation 2 erhält, ist das meiner Meinung nach ein fairer Preis und eine Investition, die sich lohnt.


Die Schuhe  wurden mir für den Test freundlicherweise von der Firma 361° kostenfrei zur Verfügung gestellt. Den Testbericht habe ich aus freier Hand geschrieben. Es wurde keinerlei Einfluss auf den Inhalt oder die Bewertung genommen.

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