Die neue fēnix 5S, fēnix 5 und fēnix 5X – Erstes Handanlegen

Januar 22, 2017

Im Frühjahr diesen Jahr, voraussichtlich im April, bringt Garmin das neueste Modell seines Flaggschiffs auf den Markt: die fēnix 5. Im Gegensatz zu seinen Vorgängermodellen wird es GPS-Multisport-Smartwatch nicht nur in einer Größe geben, sondern sogar in drei. Auf der Berliner Messe BRIGHT hatte ich die Chance, alle drei Modelle schon einmal anzusehen und anzulegen.

Garmin Fenix5 Fenix5S Fenix5X

links: fenix 5X, mittig: fenix 5, rechts: fenix 5S

Elegant, klassisch oder Outdoor-Allrounder

Wann immer ich die fēnix 3 seufzend ausprobierte, stellte ich fest, wie riesig sie an meinem schmalen Frauenhandgelenk wirkt… und habe sie immer wieder im Laden beiseite gelegt. Offensichtlich bin ich nicht die einzige, die so denkt, denn zusätzlich zur klassischen Variante fēnix 5 wird es auch ein kleineres, dezenteres und eleganteres Modell geben, das ohne Probleme auch im (Arbeits-)Alltag getragen werden kann, ohne als grobschlächtige Sportuhr aufzufallen: die fēnix 5S. Aber auch das Herz des Outdoor-Spezis wird höher schlagen, denn das dritte Modell, die fēnix 5X wird mit einer vorinstallierten, routingfähigen topographischen Karte ausgestattet sein. Letztgenanntere fēnix ist jedoch wieder um einiges größer als die fēnix 5S bzw. 5.

fenix 5 Serie

©Garmin, resolution reduced, Creative Commons

Neuerungen für alle

Ein paar neue Features bringen alle drei Modelle gleichsam mit. Mit Hilfe der neuen QuickFit-Armbänder lassen sich die Armbänder innerhalb weniger Sekunden ohne zusätzliches Werkzeug austauschen. Der Sensor für die Herzfrequenzmessung am Handgelenk ist nun nicht mehr erhaben, sondern flach ins Gehäuse integriert. Es sollte also nichts mehr drücken. Trainingswerte und Nachrichten lassen sich ohne Probleme vom hochauflösenden Chroma-Farbdisplay ablesen, im strahlenden Sonnenschein und in der Nacht. Die Akkulaufzeit der Uhren wird durch den sogenannten UltraTrac-Modus (Aufzeichnung jede Minute) um ein vielfaches verlängert.

fenix 5 Blau (11)

©Garmin, resolution reduced, Creative Commons

Für mich persönliches Highlight ist das neue Ladekabel. Die klammerartige Aufladung weicht einem schmalen, aber wieder proprietären Ladekabel. Das soll aber auch künftig das Standardkabel für alle neuen Garmin-Modelle werden, so dass lästiges Herumschleppen von Ladeklammern für verschiedene Forerunner und fēnix wegfällt.

Garmin Fenix5 Ladekabel


fēnix 5S

Mit seiner Gehäusegröße von gerade mal  42 mm sieht die fēnix 5S alles andere als klobig aus. Zum leichten Design gibt es die größte Auswahl an farbigen Wechselarmbändern, so dass sich die Smartwatch jederzeit dem Outfit anpassen lässt. Ausstattungstechnisch steht sie der fēnix 5 in nichts nach. Einzig die Akkulaufzeit ist geringer. Wer aber Aktivitäten bis 14 Stunden Dauer sowieso nicht überschreitet, dürfte damit einen neuen Freund/ eine neue Freundin gefunden haben. WLAN gibt es aber nur in der Saphirglas-Variante.


fēnix 5

Der „Klassiker“ fēnix 5 bietet alles, was die kleine Version innehat. Das Gehäuse ist mit 47 mm ein Stück größer, bringt damit aber auch von allen drei Modellen die längste Akkulaufzeit mit. Ja, sogar länger als die der fēnix 5X! Mit stolzen 24 Stunden im GPS-Modus und sogar 75 Stunden im UltraTrac-Modus (es findet jede Minute eine Aufzeichnung statt) kannst du getrost deine nächste 24-Stunden-Wanderung aufzeichnen, ohne unterwegs aufladen zu müssen. Ebenso wie bei der 5S gibt es WLAN nur in der Saphirglas-Variante.


fēnix 5X

Durchs Gelände navigieren und dabei jede Steigung und Geländeumgebung sehen? Das ist von nun an mit der fēnix 5X möglich. Der Outdoor-Allrounder hat alle Ausstattungsmerkmale der beiden anderen Modelle an Bord, zusätzlich gibt es farbige routingfähige Topo-Maps (von Europa) vorinstalliert, dazu internen Speicher, der sich mit 12 GB deutlich von den 64 MB der 5 bzw. 5S abhebt. Da es die 5X standardmäßig nur als Saphirglas-Variante gibt, hat sie WLAN gleich mit drin. Die Akkulaufzeit ist ein wenig schlechter als die der fēnix 5, aber immer noch sehenswert.

Einen direkten Vergleich der drei Modelle findet ihr unten in der Tabelle.


Mein vorläufiges Fazit

Drei unterschiedliche Variante eines Modells auf den Markt zu bringen, ist ein neuer Schritt bei Garmin. Schön finde ich, dass nun auch schmale Handgelenke in den Genuss der fēnix kommen und viel mit Farben gespielt werden kann. Ich als „Outdoor-Weib“ und Langdistanzwandererin muss mir aber genau überlegen, ob mir die 5S reicht. Die topographischen Karten finde ich eine klasse Innovation, die ich schon gerne hätte. Aber dafür wieder die Uhr, die mein Handgelenk Richtung Boden zieht? Kann ich bei 24-Stunden-Wanderungen mit dem UltraTrac-Modus leben oder brauche ich doch die 24 Stunden Akkulaufzeit im GPS-Modus, die nur die fēnix 5 mitbringt? Ein Test wird es zeigen. Vielleicht bekomme ich ja die Chance, mir ab April dieses schöne (aber auch ziemlich teure) Stück Technik genauer anzusehen.

Technische Daten

 fēnix 5Sfēnix 5fēnix 5X
Gehäusegröße42 mm47 mm51 mm
Displaygröße1.1"1.2"1.2"
Displayauflösung218 x 218240 x 240240 x 240
Armbandgröße20 mm22 mm26 mm
Gewicht67 g /69 g als Saphir-Variante85 g/ 87 g als Saphir-Variante98 g
Herzfrequenzmessung am Handgelenkjajaja
Vorinstallierte Aktivitätsprofilejajaja
Smart Notificationsjajaja
Automatische Uploads zu Garmin Connectjajaja
Connect IQ Individualisierungjajaja
GPS & GLONASS Empfängerjajaja
Kompatibel mit QuickFit Armbändern20 mm22 mm26 mm
Wasserdicht bis 10 ATM (100 Meter)jajaja
Bluetooth LE, ANT+jajaja
AkkulaufzeitGPS: 14 Std./ UltraTrac: 40 Std./ Smartwatch: 9 TageGPS: 24 Std./ UltraTrac: 75 Std./ Smartwatch: 14 TageGPS: 20 Std./ UltraTrac: 50 Std./ Smartwatch: 12 Tage
WLANnur in Saphir-Variantenur in Saphir-Varianteja
Interner Speicher64 MB64 MB12 GB
Wegpunkte100010001000
Routen303030
Trackaufzeichnung200 Punkte200 Punkte10.000 Punkte, 100 Tracks
Vorinstallierte, routinfähige Karte von Europa
(Outdoor- & Fahrrad, 40.000 Golfplätze)
neinnein ja
UVPab 599,99 €ab 599,99 €ab 749,99 €

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2 Comments

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    Reply Jasmin Sonntag, der 22. Januar 2017 at 15:52

    Danke für diesen schönen (Vorab)bericht. Ich bin ja insbesondere von der 5S begeistert, weil mich das Aussehen von GPS-Uhren bisher immer noch davon abhält, mir eine zu kaufen, die man eben auch im Alltag tragen kann (und soll). In einer schicken Bluse wirkt so ne dunkle riesige Garmin einfach völlig fehl am Platz. Die 5S hingegen könnte ich mir da gut vorstellen (obwohl der Preis natürlich astronomisch hoch ist). Aber mal abwarten, wie sie in den vielen Tests ankommt. Vielleicht muss ich dann doch schwach werden 🙂

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    Reply Mietze Sonntag, der 22. Januar 2017 at 18:43

    Ui na da hat Garmin ja ein paar neue Funktionen eingebaut.
    Das Aufladen per USB klingt in der Theorie ganz toll, aber an der Stelle wird es sicher viel Korrosion durch den salzigen Läuferschweiß geben. Nicht, dass das zu einer Art Sollbruchstelle führt…
    Tests werdens zeigen:-)

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