13. Frostwiesenlauf – Zeitlose Wettkampfeinstimmung

April 12, 2015

Nun endlich bin ich auch mit meinen Posts im Jahr 2015 angekommen! Die restlichen Wettkämpfe des letzten Jahr aufzuarbeiten hat sich nun mittlerweile bis ins erste viertel Jahr gezogen, aber ich finde ich immer schön, im Nachhinein noch einmal zu lesen und zu berichten, wie es mir bei dem einen oder anderen Lauf ergangen ist. Selbst, wenn ich das mal nicht so zeitnah schaffe, wie ich es mir wünsche. Aber ich gelobe Besserung!

Also denn… Willkommen in 2015 mit dem Frostwiesenlauf! Seit dem Spreewald-Marathon 10 k im letzten Jahr haben es mir die Läufe in der Region anscheinend angetan. Die Organisation ist top, die Startgebühren angemessen bis teilweise für das Angebot sehr günstig und die Versorgung sucht ihresgleichen.

Der Frostwiesenlauf findet traditionell Anfang Februar im Spreewald in Burg-Kauper am Landhotel statt. Da es zu dieser Jahreszeit nicht unwahrscheinlich ist, dass die Wege verschneit und vereist und die Wiesen frostig sind, wird der Frostwiesenlauf als Erlebnislauf ohne Zeitmessung ausgerichtet. Um Läufer’s Knochen, Bänder und Gelenke zu schützen, auf jeden Fall eine sinnvolle Einschränkung. Und wen die Zeit interessiert, lässt sowieso seine Pulsuhr mitlaufen.frostwiese_nordumfluter

Für mich sollte es einfach ein seichter Start in die neue Laufsaison sein. Mit meinem Trainingsplan für den Berliner Halbmarathon hinkte ich wie immer erkältungsbedingt fast einen Monat hinterher, so dass ich den Frostwiesenlauf als Trainingslauf in Gesellschaft für mich defininierte. Das Wetter am 08.02.2015 war traumhaft. Die Sonne schien bei etwa 3 Grad Celsius und erwärmte die fröstelnden Läufer kurz vor dem Start. Etwa 1.000 Teilnehmer hatten sich zu diesem Event eingefunden. Los ging es zunächst über schmale Pfade noch ein wenig gedrängt, aber die Masse entflocht sich relativ schnell. Über kleine Landstraßen führte die Strecke zunächst, dann aber über Feldwege.

frostwiese_gluehweinAn einigen Stellen waren die Wege und Straßen auch tatsächlich überfroren und spiegelglatt.Nach etwa 4,5 km dachte ich schon, den ersten Versorgungsstand zu “erriechen”. Es sollte Glühwein geben! Da war aber wohl eher der Wunsch Vater des Gedanken, denn der Versorgungsstand für die 10 km-Läufer lies noch bis gut 7 km auf sich warten. Und bis dahin war es noch ein harter Kampf gegen den Wind, denn auf dem fast 2 km langen geraden Stück am Nordumfluter entlang wehte einem eine steife Brise entgegen.

Dann aber war es da, das Highlight dieses Laufes: der Versorgungsstand. Manche würden behaupten, ich würde nur wegen des Essens an Wettkämpfen teilnehmen. Ich fürchte, die haben Recht! frostwiese_verpflegungAußer hier. Hier war ich vor allem wegen des Trinkens da. Neben der erwartet großartigen Versorgung mit Corn Flakes, Rosinen, Schokolade, Erdnüssen, Keksen und Bananen und Tee wurde an jedem Verpflegungspunkt auch Glühwein gereicht. Und was bei einem Lauf mit Zeitmessung sonst undenkbar wäre, ist hier eigentlich Pflicht: eine angemessene Pause zum Zuprosten mit Glühwein. Immerhin geschlagene 5 Minuten hatte ich mir dafür Zeit genommen. Das Weiterlaufen danach fiel erwartungsgemäß schwer, aber um nicht auszukühlen, schlängelte ich mich also unter Alkoholeinfluss ins Ziel. Nicht auszudenken, in welchem Zustand ich wohl nach 20 oder gar 30 km mit entsprechend großer Anzahl Verpflegungspunkten mit Glühwein angekfrostwiese_wein_gurkeommen wäre.

Im Ziel erhielt jeder Teilnehmer eine große silberne Schneeflocke als Finisher-Medaille. Auch hier war die Verpflegung wieder unschlagbar. Natürlich gab es auch die typischen Spreewälder Gurken und so genoss ich meinen weiteren Becher Glühwein mit Gurke. Leider kühlte ich im Stehen bei den Temperaturen trotz Sonne recht schnell aus, so dass ziemlich bald der Heimweg anstand. Leider vergaß ich dadurch auch, mir noch eine Teilnehmerurkunde abzuholen. Laut Ausschreibung war es den Teilnehmern sogar gestattet, im Nachgang Duschen, Saunen und Pools des Landshotel zu nutzen.

Zuguterletzt möchte ich gern noch unbedingt festhalten, dass dieses großartige Leistungspaket gerade mal für eine Startgebühr von maximal 11 € für die 10 km bis 15 € für die 30 km angeboten wird. Ohne Frage wäre ich durchaus auch bereit, einen höheren Betrag zu zahlen, solange weiterhin solch liebevoll ausgerichtete Events stattfinden können.

Zur Wettkampfbewertung geht es hier.

13. Frostwiesenlauf 2015

13. Frostwiesenlauf 2015

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