SwimRun Rheinsberg 2017 – Hilfe, ich bin ein Schläufer!

Juli 19, 2017

erzählt von Heike S.


Letztes Jahr nahm ich mit der Einstellung, mal was „Neues“ aus zu probieren am SwimRun-Training  am Schlachtensee teil. Ich überredete meine Freunde und wir hatten sehr viel Spaß bei sommerlichen Temperaturen mit Laufklamotten und Turnschuhen immer wieder den Wechsel zwischen Schwimmen und Laufen zu genießen. Die Badegäste staunten nicht schlecht, als wir in voller Montur aus dem Wasser krabbelten. Und so beschloss ich, das im Jahre 2017 auch mal in Rheinsberg zu probieren.

Mir war aber bewusst, dass ich meine Schwimmtechnik noch pushen muss. Ich würde mal behaupten, dass meine Künste einer Boje gleichen. Also mehr treiben als vorwärts kommen. So ging ich in den Wintermonaten in die Schwimmhalle, um ein wenig die Angst davor zu verlieren, den Kopf unter Wasser zu halten. Für die Kraultechnik reichte es allerdings nicht. Ich meldete mich dann mit meiner Freundin Katy als Team „Aperol Sprizz“ an und  wir fieberten dem Tag entgegen. Im Juni nahmen wir dann noch mal an einem Training teil, wo das Wetter nicht ganz mitspielte und somit auch die Laune meiner Freunde. Ich war natürlich Schuld, weil ich alle dazu animierte.

Am Ende war ich mit Abstand die „LETZTE“ und mir wurde bewusst, wenn nicht noch ein Wunder passiert, dann kämpfe ich um den letzten Platz.

Dann wurde vom Veranstalter SCC die Regel aufgestellt, dass das Team zusammen bleiben muss, also höchstens 10 Meter auseinander sein darf. Oh je, die Katy ist Taucherin und Rettungsschwimmerin, sollte ich ihr ein wasserdichtes E-book kaufen? Sie versprach mir, wir halten zusammen und haben einfach Spaß!

Sonntag klingelte dann der Wecker wie immer um fünf Uhr und wir machten uns auf den Weg nach Rheinsberg. Dort holten wir im Maritim Hotel unsere Startunterlagen ab, schmunzelten ein wenig über das Startnummernleibchen!

Um neun ging es dann mit der Fähre zum Start der Sprint-Distance von 8km! Wir überlegten noch kurz unsere Strategie, es gab 3 Wellen. Wir entschieden uns für die hintere Reihe in der ersten Welle, also ein Wasserstart!

Nach den ersten 200m schwimmen war ich froh, wieder Land zu sehen und versuchte beim Laufen den einen oder anderen zu überholen und meine Freude an diesem Event zu zeigen. Es machte mir echt Spaß, Katy supportete mich im Wasser und ich zog sie über die Laufstrecke. Das nenne ich Teamarbeit.

Zum Schluss ging es durch den Leuchtturm über die Brücke und nochmals ins Wasser, um den Ziel-Sprint-Schwimm-Endspurt einzuleiten. Wir befanden uns im Mittelfeld und am Ende standen 1 Stunde 17 Minuten und 30 Sekunden auf der Uhr. Man, was war ich stolz, dieses Event so gemeistert zu haben.

Danach gaben wir unserem Team-Namen alle Ehre und feierten bis in den Nachmittag hinein.

Der Wettergott gab sein bestes und belohnte uns mit Sonne pur. Es war ein großartiges Event, super Organisation vom SCC, tolle Location und alles so übersichtlich gehalten.

Wenn mir heute jemand sagt, er kann nicht schwimmen, einfach ausprobieren und machen. Rheinsberg belohnt jeden, der dort unterwegs ist. Auch, wenn die Enten Vorfahrt haben.

Es war mein Sportevent des Jahres 2017!!!

 

 

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  • Roland Freitag, der 21. Juli 2017 at 05:56

    Liebe Heike! Super Leistung. Dein Schlaufen und Dein bildhafter Bericht. Wir mich animieren es auch mal zu probieren.