Langkawi – Ein kleines Paradies

December 1, 2010

Wenn man nach einer Stunde Flugzeit von Kuala Lumpur aus in Langkawi landet, merkt man sehr schnell, dass die Uhren hier deutlich langsamer ticken. Das Leben läuft hier gemächlich und viel weniger hektisch ab als in der Landeshauptstadt. Die Freundlichkeit der malaysischen Einwohner setzt sich hier auf angenehmste Art und Weise fort.

Im Nordwesten hält die Insel ein  Kleinod bereit:  fast unberührten, naturbelassenen Regenwald. In der Datai Bay, einem absoluten Traumstrand, reicht die Flora des Regenwaldes bis an den Strand und teilweise bis in den Indischen Ozean hinein. Hier liegen, weitab von der restlichen Zivilisation der Insel, zwei Luxus-Anlagen: das Andaman und das Datai. Beide Hotels teilen sich den Privatstrand in der Datai Bay, der für Einheimische und Touristen, die hier nicht Gast sind, nicht erreichbar ist.  Die Einzigartigkeit und Service des Andamans sowie der weiße Strand mit badewannenwarmem Wasser werden nur übertroffen von der einheimischen Flora und Fauna des umliegenden Regenwaldes. Riesenhörnchen, Malaien-Fluggleiter, Makaken, Hornvögel, Kingfisher, Brillenlanguren – sie alle kann man beim reichhaltigen Frühstück im Restaurant, beim Entspannen auf den gemütlichen Strandliegen oder bei einem Ausflug auf eigene Faust beobachten. Wer Ruhe, Natur und Privatsphäre sucht, hier ist richtig aufgehoben. Wer von seinem Urlaub ein ausgedehntes Nightlife-Angebot erwartet, muss entweder dauerhaft ein Auto mieten oder sich gleich für die touristisch angepasste Location in Pantai Cenang entscheiden.

In jedem Fall lohnt es sich, für einen Tag ein Auto zu mieten, um die Insel zu erkunden. Da die Insel in etwa 200 km umrundbar ist, ist eine Tagestour zur Besichtigung der wichtigsten und schönsten Orte durchaus ausreichend.

Vom Langkawi-Cable Car aus hat man einen wunderschönen Blick über einen Großteil der Insel und kann über die teilweise wolkenverhangene Skybridge direkt in den Regenwald schauen. Von hier aus sieht man bereits einen der drei Wasserfälle der Insel: den Telaga Tujuh oder Seven Wells Wasserfall. Der mühsame Aufstieg über die rund 600 Stufen ganz oben auf den Wasserfall lohnt sich: im Oktober ist man hier oben alleine mit ein paar Affen. Die meisten Besucher scheuen wohl den harten Aufstieg und biegen bereits auf der Mitte des Wasserfall zur Besichtigung ab. Auf dem Plateau kann man in den natürlichen Pools ein erfrischendes Bad nehmen und die kleine Natursteinrutsche hinunterrutschen. Die Insel hält noch zwei weitere Wasserfälle bereit: den Durian und den Temurun Wasserfall. Auch hier hat man die Möglichkeit zum Baden. Der Aufstieg ist jedoch nicht annähernd so beschwerlich.

Wer gern Shoppen möchte, für den ist die Inselhauptstadt Kuah der richtige Anlaufpunkt. Hier gibt es eine kleine Shopping-Mall und am Fährhafen weitere Geschäfte. Der Geopark in Kuah ist ebenfalls einen Besuch wert. Er wurde liebevoll mit übergroßen Figuren inmitten der Flora gestaltet. Von Kuah starten ferner die Tauch- und Schnorchelausflüge nach Pulau Payar. Die Strände auf Langkawi direkt eignen sich zumindest zum Schnorcheln durch Strömungen, Wellengang und mäßige Sichtweiten nur sehr bedingt. Wer also die Meeresfauna entdecken möchte, dem sei ein eintägiger Schiffsausflug ans Herz gelegt.

Neben Entspannung pur wird auf Langkawi der Entdeckergeist geweckt. Zudem bekommt man das Gefühl, dass zumindest im Oktober die Insel nicht touristisch überlaufen ist. Am ehesten trifft man hier auf urlaubsreife Australier.  Langkawi ist alles in allem ein kleines Paradies, das vor allem im Nordwesten Einblicke insofern gewährt, wie die gesamte Insel vor Jahrzehnten einmal ausgesehen hat.

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