Erfolgreich für Fjällräven Polar bewerben

September 8, 2018

Fjällräven Polar – Das Abenteuer deines Lebens! Jedes Jahr bewerben sich mehr Menschen auf das arktische Event mit 200 Schlittenhunden und 300 km purem Eiszeitgefühl jenseits des Polarkreises. Über 4.000 Bewerber weltweit verzeichnete der Wettbewerb um die begehrten 20 Teilnehmerplätze für den Polar 2018. Aus zehn Ländergruppen (am Ende des Beitrags) dürfen genau zwei Bewerber Anfang April mit auf die große Reise, werden von Fjällräven mit allem nötigen Equipment ausgestattet (von dem man das meiste behalten darf) und werden Teil einer Polarexpedition, in der jeder seinen Beitrag leisten kann und muss.

Wie kommst du nun an einen der 20 Startplätze?

Als ich mich im Herbst 2017 für den Polar 2018 bewarb, hatte ich schon alle Profile der erfolgreichen Bewerber/innen studiert. Die meisten waren mit einem innovativen Video unterwegs, die schriftlichen Profile waren in der Regel knapp gehalten, was aber an der Aufmachung der Bewerberseite lag. Die Bewerber mit den meisten Stimmen jeder Ländergruppe hatten einen Startplatz garantiert. Egal, ob ihr Video oder ihre Bewerbung einen von Hocker riss oder nicht.

Das Video

Interessanter waren für mich die Kandidaten, die über die Jury ausgewählt wurden. Ebenfalls aus jeder Ländergruppe einer. Hier hatte tatsächlich jeder ein aussagekräftiges Video. Viel Zeit floss also bei mir in die Entwicklung einer Idee, die neu war, herausstechen sollte und trotzdem dem entsprach, was mich ausmacht. Heraus kam das erfolgreiche Rezept eines Fjällräven Polar-Kuchens aus Lego.

Das wichtigste vorab: lass dich nicht einschüchtern durch die teilweise sehr professionell gemachten Videos einiger Bewerber. Es zählt hier nicht, dass dein Projekt kinoreif ist, sondern die Jury zum Lachen, Weinen, Nachdenken bringt oder einfach nur überrascht oder gespannt zurücklässt.

Alles ist möglich. Je verrückter die Idee, desto besser. Wenn dir etwas zu übertrieben vorkommt, ist es genau richtig. Bringe rüber, wer du bist und warum genau du unbedingt zum Polar musst. Das kannst du auch mit einem Handyvideo! Von der Idee bis zur Fertigstellung meines Videos habe ich etwa zwei Wochen gebraucht. Ideen ändern sich und werden verbessert. Nimm dir also ausreichend Zeit dafür.

 

Deine Werbe-Kampagne

Sobald der Bewerbungszeitraum beginnt, solltest du deine Seite befüllen und das fertige Video hochladen. Ab dann beginnt der wirkliche Stress. Du wirst mehrmals täglich, wenn nicht sogar stündlich nachschauen, wieviele Stimmen du schon hast. Und vor allem: wie entwickelt sich die Konkurrenz. Einige Tipps, wie du möglichst viele Stimmen generieren kannst:

Facebook, Twitter, Instagram, YouTube sind dein Freund

Teile dein Bewerbungsvideo in allen sozialen Kanälen, die dir zur Verfügung stehen. Mache deinen Freunden und Followern bewusst, wie wichtig dir dieser Traum ist und fordere sie auf, für dich abzustimmen. Bitte sie, deinen Aufruf zu teilen. Mache das während der Bewerberphase immer wieder. Ja, es wird einige nerven. Wer aber nur ein wenig Verständnis dafür hat, was für eine große Sache das ist, wird es dir verzeihen und fleißig helfen. Jede Stimme zählt!

Natürlich kannst du deinen Aufruf auch in Facebook-Gruppen posten. Lies dir aber vorher die Gruppenregeln durch oder schreibe besser noch den Admin an und frage ihn, ob dein Post erlaubt ist. Lass dich aber nicht von der schieren Mitgliederstärke der Gruppen täuschen. In der Regel kannst du mit 1 % Stimmen in Relation zur Mitgliederstärke rechnen. Eine Gruppe mit 20.000 Mitgliedern bringt dir also etwa 200 Stimmen. Das liegt u. a. daran, dass viele Mitglieder nicht aktiv sind und/ oder die Beitragsgeschwindigkeit in der Gruppe so hoch, dass dein Beitrag sehr schnell nach unten verschwindet. Am Ende sollte dein Aufruf schon wenigstens im Entferntesten zum Gruppen-Thema oder dir passen. Schlau ist es dabei natürlich auch, bereits länger Mitglied der Gruppe zu sein und nicht als totaler Neuling dein Anliegen zu posten. Plane also frühzeitig, wo du für dich werben willst.

Allianzen mit anderen Ländergruppen

Deine Konkurrenz lauert nur in deiner eigenen Ländergruppe. Suche dir also Bewerber aus den anderen Gruppen, schreibe sie aktiv an und bitte sie darum, deine Bewerbung in ihren sozialen Kanälen zu teilen. Du machst dann natürlich das gleiche für sie. Vielleicht findet ihr euch zu mehreren zusammen und macht ein digitales Werbeplakat, was ihr überall verteilt. Auf diese Weise erhältst du nicht nur Stimmen aus deinem Länderkreis, sondern weltweit.

Presse, Presse, Presse

Schreibe deine Lokalzeitung an und bitte um eine Interviewmöglichkeit. Sei mutig und wende dich an die regionale Presse oder sogar überregional. Frage Fernsehsender an. Mehr als sich ein „Nein“ abholen oder keine Rückmeldung zu bekommen, kann nicht passieren. Ich war mit einem Interview in den StadtRandNachrichten vertreten. Ein von der Bild durchgeführtes Interview wurde leider aus mir unbekannten Gründen nicht veröffentlicht.

Gewinne die Jury für dich

Denke in deiner Bewerbungsphase mindestens so kreativ wie für die Entwicklung deines Videos. Auch wenn ich dafür keine Belege habe, gehe ich davon aus, dass sich die Jury sehr genau ansieht, wer wie aktiv für seinen Traum wirbt.

Ganz nach dem Motto „Think big“ hatte ich den Berliner Eishockey-Club „Eisbären“ gebeten, in der Spielpause meinen Abstimmungslink auf der Leinwand anzuzeigen. Aus dieser Anfrage wurde ein ganzes Live-Interview während der Spielpause, das auf der Leinwand übertragen wurde. Dass trotz etwa 11.000 Zuschauern kaum Stimmen dabei rum kamen, lag höchstwahrscheinlich daran, dass viele zu den Fressständen oder Toilette gegangen waren, von dem Interview nichts mitbekamen oder einfach nicht darauf vorbereitet waren, genau jetzt ihr Handy zu zücken, um einen Link händisch einzugeben. Die Aufzeichnung vom Interview konnte ich aber im Nachgang in den sozialen Medien teilen und der Jury zeigen, dass ich mich für meinen Traum getraut hatte, vor 11.000 Leute zu treten, und um ihre Stimme zu bitten.

 

Da die Bewerbungsphase in die Weihnachtszeit fiel, hatte ich mich mit einer meiner Konkurrentinnen zusammengeschlossen, um auf den Berliner Weihnachtsmärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln in Kostümen für unseren Traum zu werben. Über 300 Flyer mit kleinen Schokotäfelchen hatte ich dafür getackert. In S-Bahnen und an Glühweinständen sprachen wir dann ahnungslose Berliner an und erklärten jedem ausführlich, warum er seine Stimme für zwei völlige fremde Mädels abgeben sollte. Die Aktion war enorm zeitaufwendig, extrem peinlich und brachte kaum Stimmen. Dennoch konnten wir damit wiederum zeigen, wie weit wir gehen, um zum Polar zu kommen.

Auswahl per Jury

Am Ende hatte es für mich stimmenmäßig nur für Platz 5 gereicht. Die Konkurrenz war einfach besser vernetzt, hatte größere Communities und/oder ein besseres Händchen bei der Auswahl der Facebook-Gruppen. Ich musste also weiter hoffen und auf die Jury-Entscheidung warten. Ganze sechs Tage musste ich bangen, denn die von der Jury ausgewählten Kandidaten wurden nicht auf einmal, sondern häppchenweise auf der Facebook-Seite bekannt. Am 20. Dezember hieß es dann: „Carola Keßler. Welcome!“

Im Nachgang schaute ich mir die Profile der anderen Teilnehmer, die die Jury benannt hatte an, um mein schon vermutetes Schema bestätigt zu wissen. Jeder dieser Menschen hatte entweder einen größeren Blog, größeren Instagram- oder YouTube-Account, war in der Öffentlichkeit bekannt oder zeichnete sich (zudem) durch herausragende Fähigkeiten in Bezug auf Naturfilme aus. Mit anderen Worten: werbetechnisch wirksame Menschen.

Denn machen wir uns nichts vor: Das Fjällräven Polar-Event ist doch eine enorm groß angelegte Werbeaktion für die Marke. Auf die zehn Kandidaten, die durch die größte Stimmenanzahl gewinnen, hat Fjällräven keinen Einfluss. Hier hat selbst der unbekannteste, socialmedia-inaktivste Bewerber eine Chance. Da die Aktion aber auch im Nachgang zur Bewerbungsphase breit gestreut werden soll, wählt Fjällräven genau diese Leute aus, von denen sie sich Medienwirksamkeit versprechen können: Blogger, Instagramer, YouTuber, VIPs.

Wenn du dich also bewerben und nicht auf die maximale Stimmenanzahl verlassen willst, sei frühzeitig aktiv und baue dir einen informativen, einschlägigen Blog, erstelle dir einen aussagekräftigen Instagram-Account oder werde fit im Videoerstellen.

Viel Glück bei Deiner Bewerbung für die nächste Fjällräven Polar-Expedition, deinem Abenteuer des Lebens!


Ländergruppen Fjällräven Polar

Nordic East Schweden / Finnland / Estland / Lettland /Litauen
Nordic West Norwegen / Dänemark / Island
Region Mediterranean Frankreich / Italien / Spanien / Portugal / Griechenland / Türkei / Zypern
Region UK/Benelux Großbritannien / Irland / Belgien / Niederlande / Luxemburg
Region GAS Deutschland / Österreich/ Schweiz
Region Central Europe Polen / Tschechische Republik / Slowakei / Ungarn / Slowenien / Kroatien / Bosnien und Herzegowina/ Serbien / Albanien / Rumänien / Moldawien / Mazedonien
Region Asia Korea / Japan / Taiwan / Indonesien/ Philippinen
Region Asia/Oceania China / Thailand / Malaysia / Vietnam / Singapur / Australia/ Neuseeland
Region North America USA / Kanada
Region The World Alle anderen Länder

 

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