Wie man ein Stinktier zum Duften bringt (Produkttest/ Anzeige)

November 2, 2017

Um es gleich vorweg zu nehmen: das Stinktier – bin ich! Hier werden keine Stinktiere gewaschen, parfümiert und aufgehängt. Und doch habe ich, zumindest ab und zu gefühlt (oder gerochen) eine gewisse Ähnlichkeit mit dem monochromen Tier. Erst letztes Wochenende nach einer 30 km langen Wanderung hatte ich nur noch einen beißenden Raubtiergeruch um mich herum. Und nein, ich hatte mich nirgends gewälzt oder war ins Glück getreten. Ich war einfach nur gewandert und dabei ins Schwitzen geraten. Unsere Teamshirts, ihres Zeichens voll synthetisch, haben das Wort „atmungsaktiv“ oder „geruchsabweisend“ noch nie gehört. Daher ist mir nach einer schweißtreibenden Aktivität in diesem Shirt immer schon vorher klar: das stinkt! Und daran ändert auch kein Hygienespüler etwas.

Umso interessierter war ich dann, als mich das Outdoor Blogger Network fragte, ob ich nicht ein neues Waschmittel testen wolle, das genau solche Gerüche dauerhaft entfernen soll. Waschmittel testen. Das klang zuerst eher nach Hausmütterchen und Mama-Blog, aber die Aussicht auf geruchsfreie Outdoor-Klamotten machte mich neugierig. Warum also nicht mal ausprobieren? Testobjekte habe ich schließlich genug, um das Mittelchen mit dem hoffnungsvollen Namen Freshback auszuprobieren.

 

Die Patienten

Patient Nr. 1 – Die erdigen Hosenbeine

Nach der 10tägigen Trekkingtour in Lappland hat sich der dunkelbraune Matsch so richtig in die Hosenbeine der Outdoorhose gefressen. Mehrmaliges Waschen konnte dem nicht zuleibe rücken, die Verfärbungen blieben. Da Freshback ein Premium Waschmittel enthält, das eine neue Art von Sauberkeit verspricht, war die Hose ein geeigneter Kandidat.

Patient Nr. 2 – Das Synthetik-Stinkmonster

Das geliebte und doch so unerträglich müffelnde Teamshirt sollte es beweisen: taugt das Waschmittel oder nicht? Kann ich danach wirklich Sport machen, ohne hinterher wie gewohnt wie ein Wiedehopf zu riechen?

Patient Nr. 3 – Die stehende Socke

Mehrere lange Stunden Wandern und die Socke muss nicht mehr angezogen werden. Sie läuft von alleine. Nun ja. Zumindest steht sie schon mal. Rein in die Wäsche!

Waschen kann ich! Oder?

Die Freshback-Packung hat etwa die Größe einer DVD-Box und ist auch ähnlich schick aufgemacht. Für ein Waschmittel ein erstaunlicher Aufwand, aber er lässt vermuten: da steckt was besonderes drin. Tatsächlich sind in der Box drei Tütchen unterschiedlicher Farbe und Größe und mit Zahlen von 1 bis 3 versehen. Oh! Zum Glück liegt noch eine mehrseitige Anleitung dabei. Tatsächlich macht es einen Unterschied, ob in einem Frontlader oder Toplader gewaschen wird. Obschon ich einen Frontlader habe, lese ich mir mal die Anleitung zum Toplader durch und frage mich, ob man bei diesen Maschinen tatsächlich während des Waschgangs die Trommel öffnen kann, um das letzte Päckchen hinzuzufügen.

Nach Anleitung wasche ich die Patienten erstmal mit dem Premiumwaschmittel im normalen Waschmodus. Danach folgt Schritt zwei, in dem der „Erfrischer“, eine braune, an Sojasoße erinnernde, Flüssigkeit in die Waschbox gegeben wird und das „Fixiererpäckchen“ direkt in die Trommel zur feuchten Wäsche. Auf geht es zur zweiten Runde, die vorzugsweise kalt gewaschen werden soll. Dabei entdecke ich zum ersten Mal an meiner Maschine den „Green 15 °“-Modus.

Kommt die Frische wirklich zurück?

Nach dem Waschgang riecht die Wäsche erstmal unspektakulär, aber nicht schlecht. Ein prüfender Blick auf Patient Nr. 1 verrät: der Schmutz ist anscheinend eine symbiotische Beziehung mit den Hosenbeinen eingegangen. Da kommt leider auch das Premium Waschmittel nicht weiter.

Patient Nr. 2, mein Team-Shirt, ziehe ich zur nächsten schweißtreibenden Bodypump-Kurs im Fitnessstudio an. Ein Garant fürs Stinken. In diesem Shirt sowieso. Hinterher bin ich wirklich, wirklich verblüfft. Ich rieche vorsichtig am Shirt. Nichts. Kein beißender Geruch wie sonst. Das Shirt riecht, als hätte ich es gar nicht getragen. Das ist auch nach den nächsten zwei Einheiten noch so.

Meine stehenden Socken sind wieder so sauber, dass sie sich freiwillig hinlegen, statt zu stehen. Nach einer ausgedehnten Wanderung traue ich mich, auch an ihnen zu riechen und rieche wieder: nichts.

Es ist mir tatsächlich ein Rätsel, wie es Freshback schafft, diese Geruchsfreiheit zu schaffen. Ich nehme es aber einfach mal als tolle Innovation hin. Der Waschaufwand ist sicherlich ein wenig höher, da zweimal gewaschen werden muss. Da die Geruchsfreiheit aber bis zu 25 Wäschen anhalten soll, entsteht dieser Aufwand ja nur in größeren Zeitabständen, in welchen mit normalem Waschmittel gewaschen werden kann. Ob die 25 Wäschen wirklich stimmen, werde ich im weiteren Langzeittest feststellen und hier später entsprechend ergänzen.  Abschließend sei noch gesagt, dass das Mittel frei von aggressiven Chemikalien ist und für alle Stoffe geeignet – synthetisch wie natürlich. Ich habe damit auch schon Merinowolle gewaschen.

Erhältlich ist Freshback in verschiedenen Varianten, z. B. für den Outdoor- oder auch den Sportbereich über den Shop.


Das Waschmittel wurde mir für den Test freundlicherweise kostenfrei zur Verfügung gestellt und der Artikel vergütet. Den Testbericht habe ich aus freier Hand geschrieben. Es wurde keinerlei Einfluss auf den Inhalt oder die Bewertung genommen.

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